Irische Kämpfer (Irisches Kampfhuhn)
Die Ursprünge der heutigen Irischen, Englischen, Spanischen, Französischen und belgischen Kampfhühnerrassen
sind tief verwurzelt mit vorkeltischen Völkern, die mit der weltweit größten Meer-Handelsnation der antiken Welt
Handel betrieben: Den Phöniziern.
Diese Vorfahren der heutigen Kampfhühner wurden auf die Britischen Inseln gebracht in aufeinander folgenden
Wellen der eindringenden Kelten von 500 vor Chr. bis 100 vor Chr..
Hier handelt es sich um eine der ältesten bankivoiden Kämpferrassen. Der römische Schreiber Plinius berichtete
schon vor 2000 Jahren von Kampfhühnern in Irland und England, die dem Römischen und Gallischen (französischen) Typ ähnelte.
Irische Kämpfer leiten sich wie die vorgenannten vom Spanischen Kämpfer ab (iberischer Kämpfer). Später bis in die Neuzeit
bildeten sich daraus die Altenglischen Kämpfer und unter Zuhilfenahme des Irischen Kämpfers die Amerikanischen
variantenreichen Kämpferlinien.
Der Irische Kämpfer ist zierlicher als die schwereren (500g mehr) Altenglischen Kämpfer. Seine Besonderheit ist,
dass er beim Hahnenkampf nicht fliegt wie z.B. die amerikanische Linie "Sweater". Er ist sehr begehrt bei den
Züchtern in Südamerika, Nordamerika und Cuba.
Typ:
Bankivoid
Haltung:
Medium aufrecht, gut balanciert und ausgewogen
Gefieder:
Voll und fest, die Muff-Linie eher weich, aber nicht übertrieben
Haut:
weiß oder dunkel, je nach Linie, robust
Lauffarbe:
gelb, anthrazit, weiß und grün (selektiert auch nach Zuchtlinien), willow, schwarz, nach Gefiederfarbe
Sporen:
Einjährige Hähne haben schon 0,4cm Länge, älter haben 1,2cm Länge. Auch Hennen können Sporen haben und sogar krähen!
Kopf:
rund, robust
Kamm:
kleiner Einzelkamm, regelmäßig gezackt, auch kleiner Erbsenkamm
Schnabel:
mittellang, wenig gebogen, gut schließend
Kehllappen:
gut ausgebildet, mittel- bis groß, aber meistens kupiert ab dem 5 Monat
Augenfarbe:
Orange, rot, braun, perlfarbig, gelb je nach Farbenschlag
Verhalten:
Können aggressiv gegenüber Menschen und seinesgleichen sein, auch Hennen, Nach Gewöhnungsphase
werden sie durch korrekte Handhabung sehr zahm und ruhig
Glucken:
Sehr aggressiv gegenüber Störungen, verteidigt das Nest/Gelege/Küken mit seinem Leben.
Brütet zuverlässig 2-3 mal pro Saison jedes Mal ca. 13 Eier!
Eierproduktion:
kleine cremig-weiße Eier, 25-50 oder bis 60 Stück pro Henne
Gefiederfarben:
Alle Kämpferfarben, meist aber weiß, schwarz, wildfarbig und weizenfarbig,
braunbrüstig, braun-rot, orange-rot, Ingwer-rot, Blau-Varianten, silber, gold,
dun, gesperbert, getigert, rotgesattelt und Messingrücken
Gewicht:
Hahn: 1,7 bis 2, bis 3 oder bis 3,5kg, Henne: 1 bis 1,2 kg, 2 bis 3 kg
Hennenfiedrig:
Die Hähne sehen wie Hühner aus (engl.: Henny). Die Sattelfedern sind spatelförmig gerundet,
der Schwanz ohne Sicheln, dabei ohne viel Glanz auf den Federn. Hennies können größer werden
als normal. Die zwei Hauptschwanzfedern sollen gerade sein. Bei Oxford, Carlisle, den Amerikanischen
Linien und beim Spanischen Kämpfer kann der Hennytyp auftreten.
Bart und Haube:
Die Haube kann ein paar lange Federn hinter dem Kamm sein oder eine größere Ansammlung. Auch
bei einigen Stämmen der Hennies. Der Bart kann bei beiden Geschlechtern an den Seiten des Unterkiefers
vorkommen. Bärtige und behaubte Irische Kämpfer werden immer seltener!
Ringgröße:
Hahn 18mm, Henne 16mm
Quelle: Dr. Carlos Finsterbusch "Cockfighting all over the World" (1928) Seite 326
Dr. Ricardo Pedraglio, Lima/Peru, Francisco Elias (1998) "Tratado Sobre as Aves de Rinha"
Links:
Irish Pit Fowl
Autor: Werner Lamkemeyer